Der Wechsel zu Shopware 6 aus technologischer Sicht

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Am 23.05.2019 war es soweit. Auf der Keynote des Shopware Community Days gab Sebastian Hamann, der CEO von Shopware, den Release von Shopware 6 am Ende des Jahres bekannt. Am 1. Dezember 2019 soll der Start in eine neue Ära beginnen. Doch was bedeutet das für mich?

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Nun für Entwickler ist dies ein willkommener Schritt zur richtigen Zeit. Das Gerüst wird entschlackt. Die Technologien rücken wieder näher an den Standard. Vue.js wird in der Administration xt.js und Twig wird die Template-Engine Smarty ablösen. Beides sind weit verbreitete Technologien, aber gerade letzteres ist bedeutend. Schon zuvor wurde in Shopware nämlich Symfony als HP-Framework eingesetzt. Allerdings gehört Twig normalerweise zu diesem Framework dazu.

Dies wird mit Shopware 6 der Fall sein. Neue Plugins werden als Composer-Pakete entwickelt und halten dabei den Standard ein, wodurch sogar eine Veröffentlichung über den PHP-Paketmanager(Composer) möglich wäre. Des Weiteren wird zukünftig Bootstrap als Framework für die Storefront eingesetzt.

Bootstrap, jQuery und Shpware

Als ich dies gelesen habe war ich nicht sonderlich begeistert. Bootstrap hat nicht mehr den besten Ruf bei Entwicklern. Es war super vor einigen Jahren, aber gerade seine enge Verzahnung mit jQuery, einer Javascript-Bibliothek, ist aufgrund besser Alternativen nicht mehr zeitgemäß und performant. Allerdings sollte ich auch erwähnen, dass dies auf der anderen Seite durchaus positive Effekte hat und ein nachvollziehbarer Schritt ist. Bootstrap und jQuery sind die wahrscheinlich immer noch weit verbreitetsten Technologien im Web.

Es wird wahrscheinlich kaum einen Frontend-Entwickler geben, der diese noch nicht benutzt hat. Die technologische Revolution bei Shopware 6 ist für mich klar unter der Überschrift Zugänglichkeit anzusehen. Zugänglich, weil auf viele weit verbreitete Technologien mit guter Dokumentation gesetzt wird. Doch was bedeutet dies für Shopbetreiber?

Nun, zunächst sollte dies reduzierte Kosten und Aufwand für die Anpassung bedeuten, weil verbreitete Standard-Technologien eingesetzt werden. Durch die eingesetzten Technologien erhöht sich die Performance signifikant. Aber als Shopbetreiber ist es nicht nur wichtig einen schnellen Shop zu haben. Optisch will man sich von der Konkurrenz abheben und viele Bootstrap Webseiten sehen ähnlich aus. Nun auch hier hat Shopware 6 eine Lösung. 

API-First-Ansatz

Die vielleicht wichtigste Neuerung von Shopware 6 ist der API-First-Ansatz. Die ganzen Daten, die eingepflegt werden, können so einfach in einem Theme verwendet werden, dass nicht auf Bootstrap basiert. Aber nicht nur das. Nein, es wird so auch leicht möglich sein den Shop als Basis für eine Smartphone-App zu nutzen, an Instagram, Facebook, Google Shopping anzubinden. Abgesehen vom Frontend ist der Administrationsbereich nun deutlich besser strukturiert.

Hier hat man sich dagegen entschieden wieder Fenster wie in Shopware 5 einzusetzen. Stattdessen hat jeder Bereich (Kategorien, Produkte) seine eigene URL und kann somit in einem eigenen Tab/Fenster geöffnet werden. Dies sorgt für eine wesentlich angenehmerer Navigation und Übersichtlichkeit. Aber vom technologischen abgesehen hat Shopware 6 noch einiges mehr zu bieten, auf das ich in einem anderen Artikel weiter eingehen werde.

Und wer ist überzeugt? Jetzt steht dem Wechsel von Shopware 5 auf 6 nichts mehr im Weg, oder? Leider ist die Antwort “doch”. Die MIGRATION. Wer nicht direkt im Dezember wechseln will, kann beruhigt sein. Auf der Keynote wurde für Shopware 5 Support für die nächsten 5 Jahre angekündigt.

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