Reihe: Easy werben auf Facebook (Teil 2)

11. Juni 2015, 10:35 Uhr Geschrieben von Leave your thoughts

In Teil 2 unserer Serie zum Werben auf Facebook widmen wir uns der Zielgruppen-Definition und den Voraussetzungen.

3. Wen erreiche ich mit Facebook-Werbung?

Je nachdem, welches Produkt beworben und welches Ziel mit der Kampagne verfolgt werden soll, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Zielgruppenausrichtung zur Verfügung.

  • Geographisch: Sinnvoll z.B. bei der Bewerbung von Offline-Angeboten, die sich auf ein bestimmtes Einzugsgebiet beschränken.
  • Demographisch (Alter, Geschlecht, Lebensereignisse, Ausbildung usw.): Lässt eine Beschränkung auf die umsatzstärkste Altersgruppe zu – sofern diese bekannt ist (z.B. über Analytics).
  • Nach Interessen (Nutzer-Interessenlisten, Aktivitäten, Gefällt-mir-Angaben): Passt für reichweitenstarke Kampagnen und solche, die eher ein Branding-Ziel verfolgen.
  • Nach Verhalten (Geräte, Reisen, Saisonales): Eine gezielte Ausrichtung ist sinnvoll, wenn z.B. eine App nur für Android erhältlich ist.
  • Nach Verbindungen (zur Fanpage, Veranstaltungen, Beiträgen): Nötig, um z.B. Fans der Seite gezielt auszuschließen oder zu erreichen.

Um eine möglichst große Reichweite zu erreichen, sollte auf eine Eingrenzung zu vieler Faktoren verzichtet werden.

Benutzerdefinierte Zielgruppen oder „Custom Audiences“ sind eine weitere Art der Ausrichtung. Drei Quellen dienen dafür als Grundlage:

  • Kundenliste: Problematisch, da eine vorige explizite Zustimmung der Kunden für die Verwendung ihrer Daten für Facebook Remarketing nötig ist.
  • App-Aktivität: Bezieht sich auf Personen, die über eine App oder in Spielen eine festgelegte Handlung durchgeführt haben.
  • Website-Besucher: Hier wird festgehalten, welche Nutzer bestimmte Websites besucht haben oder nicht besucht haben.

Mithilfe von Custom Audiences kann man – neben der gezielten Ansprache bestimmter Nutzer – sogenannte Lookalike Audiences erstellen. Diese beziehen sich auf Nutzer, die vergleichbare Surf-Aktivitäten aufweisen wie die benutzerdefinierte Zielgruppe. Die darauffolgende Ansprache eben dieser Nutzer kann sich beispielsweise für das Generieren zusätzlicher Likes als vielversprechend erweisen.

4. Was muss ich mitbringen, um werben zu können?

Zunächst muss logischerweise eine Fanpage vorhanden sein, um Facebook Ads schalten zu können. Falls dies nicht der Fall ist, kann lediglich in der rechten Spalte neben dem Newsfeed geworben werden – die Links führen den User direkt auf die eigene Website.

Zur Verwaltung der Anzeigen für einen Kunden ist es nötig, Zugriff auf dessen Werbeanzeigenmanager zu haben und Zugriff als Seitenadmin zu haben. Ansonsten kann in der Erstellung der Anzeigen die entsprechende Fanpage nicht ausgewählt werden. Das Bildmaterial muss ebenfalls in den passenden Formaten erstellt bzw. vom Kunden ausgeliefert werden.

Zudem sollte der Facebook Retargeting Code implementiert werden. Erst danach kann man in vollem Umfang von den benutzerdefinierten Zielgruppen profitieren. Zur Auswertung des Kampagnenerfolgs dient das Facebook Conversion Tracking – dafür muss ein Code Snippet auf der entsprechenden Dankeseite eingebunden werden. Wenn zusätzlich die Performance über Analytics nachverfolgt werden soll, kann für Beiträge, bei denen das Hinterlegen einer Ziel-URL möglich ist, über den Google Analytics URL Builder eine URL generiert werden. Durch die angehängten UTM Parameter werden die Kampagnen aus Facebook in Analytics sichtbar (unter Akquisition > Kampagnen).
Der Facebook Ads Guide bietet weitere Informationen zu allen Anzeigenformaten und -richtlinien.

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Ein Beitrag von alphanaut

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