Ein Gesicht für ein Unternehmen

27. Juli 2015, 12:53 Uhr Geschrieben von Leave your thoughts

Kennen Sie noch die „Gestaltungsrichtlinie“? Das war bis vor wenigen Jahren der typisch deutsche Begriff für den Style Guide, den wir heute im Online Marketing kennen. Der Style Guide ist aber nicht mit dem Corporate Design oder der Corporate Identity zu verwechseln – denn er ist viel grundlegender. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen in wenigen Schritten den Weg zu einem Wiedererkennungswert für Ihr Unternehmen.

Wofür brauche ich einen Style Guide?

Der Style Guide geht aber anders, als man beim ersten Lesen oder Hören vielleicht annimmt, über Schriftarten, Designs und Logos hinaus. Ihre Kunden sollen Sie nicht nur wiedererkennen, sondern Ihr Unternehmen als Einheit wahrnehmen – in allen Bereichen der Kommunikation. Deshalb sollte man sich nicht nur auf einheitliche Farbgebung und Webdesign beschränken. Auch die Art und Weise, wie Ihre Texte aufgebaut und geschrieben sind, wirkt an diesem Eindruck mit. Die Ansprache Ihrer Kunden sollten Sie deshalb einheitlich gestalten.

Bleiben Sie außerdem grundsätzlich bei einer Tonalität bei der Kommunikation mit Ihren Kunden. Sie möchten mit Ihnen sprechen, wie sie es aus dem Business-Alltag gewohnt sind – und nicht plötzlich von einer besonders flapsigen oder steifen Nachricht überrascht werden. Im Online-Marketing sollte Ihre Wirkung offen und freundlich sein.

Tone of Voice und Persona

Personas sollen Ihre Zielgruppen widerspiegeln, deshalb zielen Marketing-Tipps zum Thema Tonalität oftmals auf diese ab. Akribische Datenanalyse ist die Grundlage für die Erstellung von Personas. Ausgangspunkt dafür können die folgenden Fragen sein:

  • Wen soll mein Online Marketing ansprechen? (Kundenstamm und potenzielle Zielgruppe)
  • Welches Geschlecht, welches Alter, welches Bildungsniveau usw. haben diese Personen?
  • Wie könnte man sich diese Personen konkret vorstellen? Wie sehen sie aus, was kaufen sie ein, wofür interessieren sie sich?

Wenn Sie einige Überlegungen dazu anstellen, werden Sie schnell schlauer sein, was Ihre Zielgruppe betrifft. Konzentrieren Sie sich beispielsweise auf ein Altersspektrum von 25 bis 35, werden viele junge Eltern unter Ihren Kunden sein – außer natürlich, Ihr Angebot fokussiert kinderlose Singles. Weitere Ableitungen sind die Lieblingsbeschäftigungen und der Umgangston Ihrer Zielgruppe. Dieser reicht von locker bis flapsig (junge Business Punks) bis seriös (Berufserfahrene). Finden Sie die für Sie angemessene Mitte.

Logos und Farbe

Leitlinien für die Farbgestaltung ergeben sich häufig aus den Personas und dem Tone of Voice. Achten Sie auch auf die Assoziationen, die Menschen mit verschiedenen Farben haben. Lesen Sie sich dazu in die Farbpsychologie ein. Vertreiben Sie ein jugendliches Produkt, eignet sich ein auffälliger, bunter Farbmix, der sowohl Frische als auch Experimentierfreude ausdrückt. Seriösität symbolisieren Sie durch wenige, harmonisierende Farben und klare Kontraste. Weibliche und männliche Kunden nehmen Farben ebenfalls anders wahr.

Nachdem Sie sich für eine Art der Gestaltung entschieden haben, sollten Sie diese auch durchziehen. Immer, wenn Sie im Namen Ihres Unternehmens agieren, sollten Sie sofort zu identifizieren sein.

Entwerfen und einhalten

Nach dem Entwurf aller im Style Guide beinhalteten Elemente sollten Sie Ihre Ergebnisse festhalten. Eine schriftliche und grafische Zusammenfassung hilft nicht nur Ihnen, sondern auch Ihren Teammitgliedern. Halten Sie Farben mit genauen RGB-Werten oder Hex-Codes fest. Halten Sie Ihren Style Guide immer ein, und hinterfragen Sie ihn – Zeiten, Menschen und Geschmäcker ändern sich.

Tags: , , , , , , , , , , , , , , ,

Ein Beitrag von alphanaut

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.