Die Top-Trends im M-Commerce

29. Juli 2015, 11:45 Uhr Geschrieben von Leave your thoughts

Dass längst nicht mehr nur über Desktop-Computer im Internet eingekauft wird, ist klar. Der Markt für Smartphones und Tablets wird sich aber in nächster Zeit noch deutlich weiterentwickeln. Dieser Beitrag zeigt die Top-Trends im Mobile Commerce auf.

 

1. Wir shoppen mobil

Dank Innovationen und Neuerungen müssen wir auch unser Nutzungsverhalten ständig anpassen. Verbindungen werden schneller, Touchscreens größer und immer mehr Menschen legen sich ein Tablet zu – klassische Desktop-Tätigkeiten, dazu gehört auch Online-Shopping, verlagern sich also immer mehr auf mobile Endgeräte.

1,6% beträgt momentan noch der Anteil der getätigten Käufe über Smartphones und Tablets. Dazu werden allerdings auch Offline-Käufe gezählt, die natürlich weiterhin von einem Großteil der Leute ausschließlich getätigt werden. Wichtiger erscheint da die Wachstumsrate von 32,2% – in diesem Jahr wird der Anteil des M-Commerce am E-Commerce auf 22% ansteigen. Anders ausgedrückt: Einer von fünf Internet-Käufen passiert heute über ein Mobilgerät. Zwei von drei US-Amerikanern werden zudem einen mobilen Einkauf tätigen. Während es jetzt vielleicht noch etwas früh ist, für Deutschland eine ähnliche Prognose aufzustellen, weiß jeder um die Zugpferd-Funktion der USA im digitalen Bereich.

 

2. Mobile Shopping und Mobile Buying

Interessant sind auch die Unterschiede, die zwischen den beiden Typen mobiler Geräte auftauchen. Über das Smartphone shoppen aktuell mehr Menschen; diese kaufen aber im Vergleich seltener tatsächlich etwas als Tablet-Nutzer (52,4% vs. 89,9%). Zwischen iOS- und Android-Geräten gibt es kaum Unterschiede.

 

3. Drei wichtige Entwicklungs-Faktoren

Es ist davon auszugehen, dass sich die absolute Anzahl Kauf-Abschlüsse in Zukunft aneinander angleichen wird. Folgende drei Faktoren spielen in dieser Entwicklung eine große Rolle:

  • Größere Screens: Die durchschnittliche Größe von Smartphone-Screens hat deutlich zugenommen und wird auch weiter zunehmen.
  • Optimierte Websites: Immer mehr Unternehmen optimieren ihre Seite auch für mobile Endgeräte.
  • Vereinfachter Checkout: Um einen Kaufvertrag online abzuschließen, muss man oft noch durch einen vielschichtigen Prozess, was zu vielen Abbruchraten auf kleineren Geräten führt. Online-Shops sind in dieser Hinsicht noch stark auf Desktop-Anwendungen optimiert. Ein einfacherer Checkout ist für viele User der dringendste Wunsch: 50% der US-amerikanischen Smartphone-Nutzer würden mehr über ihr Handy shoppen, wäre der Checkout schneller zu bewältigen.

 

4. Vor- und Nachteile der Shop-App

Für Shop-Betreiber müssen mobile Zugriffe ab sofort höchste Priorität genießen, sollten sie ihren Shop nicht bereits für mobile Nutzer optimiert haben. Responsive Design ist deshalb in aller Munde, genau wie die Entwicklung einer eigenen Shop-App. Aber wo liegen die Vor- und Nachteile?

Klar ist, dass momentan die Zugriffe übers Web dominieren. In der Regel geben User ein gesuchtes Produkt in einer Suchmaschine ein und landen darüber im entsprechenden Onlineshop. Auch aus SEO-Gründen macht es auf jeden Fall Sinn, den eigenen Shop responsiv auszurichten:

  • Erhöht die Auffindbarkeit
  • Günstiger, als eine App zu implementieren
  • Universal einsetzbar
  • Nicht auf Stammkunden begrenzt
  • Funktioniert gut als Landingpage für Newsletter-Links

Für eine App scheint also auf den ersten Blick nicht viel zu sprechen: Nur 12% der User nutzen eine entsprechende Shopping-App. Fast die Hälfte des Umsatzes (42%) wird allerdings über Apps generiert – Fans und Viel-User nehmen den Aufwand einer Installation gerne auf sich und profitieren von kürzeren Ladezeiten.

 

5. Innovationen als Beeinflusser

 

Ob sich eine eigene App nun lont oder nicht: Es kommen im Search-Bereich Änderungen auf Shop-Betreiber zu, die nicht spurlos an E- und M-Commerce vorbeigehen werden.

  1. Deep Links: App-Inhalte werden mit Suchresulteten verknüpft – heißt: Kein Entscheidungs-Problem mehr.
  2. Kaufbuttons: Solche werden bald auch in Suchresultaten und auf Social-Media-Plattformen installiert. Facebook und Google diskutieren auch noch, inwieweit sie auf den Zug aufspringen wollen.
  3. Visual Search: Die Verknüpfung von Kamera bzw. Fotoalbum und Searchergebnissen eröffnet neue Möglichkeiten.
  4. Predictive Search: Bald werden Suchmaschinen die Wünsche des Users antizipieren. Dazu werden frühere oder aktuelle Verhaltensweisen analysiert. Im Klartext heißt das: Wir müssen nicht mehr nach etwas suchen, sondern bekommen es ungefragt präsentiert.

 

Fazit – die Zukunft des M-Commerce

Wir fassen zusammen: Die mobile Nutzung des Internets steigt an und beeinflusst auch das E-Commerce.

  • Mobile Buying wird Mainstream. Unterstützt wird das Ganze durch bessere Shop-Lösungen.
  • Smarthpones holen im Bereich der Kaufabschlüsse zu Tablets auf.
  • Es gibt keine signifikanten Unterschiede zwischen iOS und High-End-Android.
  • Verbesserte User-Interfaces bedeuten Wachstum fürs M-Commerce.
  • Zuggiffe übers Web dominieren noch, aber es gibt starke Argumente für eine eigene Shop-App.
  • Der Search-Bereich verändert sich – auch hinsichtlich veränderter Bedürfnisse im Mobile Shopping.

 

Alle Daten stammen von www.emarketer.com.

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Ein Beitrag von alphanaut

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