Die lauernde Verschwörung

9. Juni 2015, 10:36 Uhr Geschrieben von Leave your thoughts

Man sagt ja, Dackel seien eigensinnig. Manche sagen auch, sie seien stur. Beides trifft bei mir nur bedingt zu. Einen Dickkopf habe ich sicher, aber wo dieser mir momentan steht, weiß ich nicht. Ich bin verwirrt, verwundert, ganz und gar planlos.

Das, was Sie oben im Bild sehen, ist mein Panik-Gesicht. Seit Kurzem ist nämlich meine heile Welt aus den Angeln gehoben worden. Ich war zufrieden in meiner kleinen Welt, umzingelt von zwei netten Menschen, und einem Mensch, den ich langsam begonnen hatte, zu akzeptieren – bis heute. Denn ich glaube, ich bin inmitten einer beginnenden Verschwörung. Und die scheint es nicht gut mit mir zu meinen.

Ich kann Veränderungen zwar akzeptieren, aber nicht in diesem Maße. Für das, was zuletzt hier abging, bin ich zu alt. Erst kam diese eine weitere Person in unser Büro. Mit der konnte ich noch was anfangen. Dann kam Arturo, dieser kleine Charmeur. Ich positioniere mich immer noch regelmäßig in Flurnähe, um einen Blick auf ihn zu erhaschen. Das ist so aufregend, einen Verehrer zu haben! Aber inzwischen glaube ich, jemand hat wahrhaftig vor, eine Flutung an neuen Gesichtern zu veranlassen.

Studenten-Auffanglager? Verdächtig.

Erst neulich bekam ich die neue Praktikantin aus dem Nebenbüro vorgestellt. Da war ich erstmal verdutzt, denn irgendwie dachte ich, das wäre nach dem Mindestlohngesetz eine aussterbende Rasse. Dann, ganz plötzlich, waren auch die Menschen in MEINEM Büro zu viert. Das hat mich sehr aus der Bahn geworfen, wirklich, denn ich bin wortwörtlich ein Gewohnheitstier. Früher, da waren wir zu dritt, also Thomas, Niklas und ich. Jetzt stellen wir offensichtlich die neue Auffangplattform für verloren gegangene Studenten dar.

Und die bringen nicht mal Leckerlies mit! Das ist übrigens auch der Grund, warum ich von einer Verschwörung ausgehe. Alle gegen Fritzi. Lasst uns den Hund rausmobben, lasst uns Menschen schleusen! So stelle ich mir zumindest die Gedanken meiner Widersacher vor. Zuletzt ließ man mich sogar ganz zu Hause vergammeln, wohl, um mir den Schock dieser vielen neuen Leute zu verstärken.

Ich glaube, ich werde mich in Hoffnung auf Besserung die nächsten Tage mit dem Kopf voraus irgendwo verbuddeln. Am besten in meinem Körbchen, falls ich das endlich mal schaffe. Übrigens, die Suche nach Buddel-Körbchen-Geschäftsideen erfinderischer Leser bleibt aktuell. In dieser Hinsicht bin ich vielleicht wirklich stur. In diesem Sinne,

Ihre Fritzi.

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Ein Beitrag von alphanaut

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