Der Mythos Inbound Marketing

11. Juli 2015, 11:02 Uhr Geschrieben von Leave your thoughts

Es sei nichts als ein leeres Versprechen. Geboren aus der naiven Hoffnung, auf das Verkaufen verzichten zu können. Dass die Kunden alle von selber kommen würden.

Kommen Ihnen diese Gedanken bekannt vor? Uns begegnen diese Vorurteile gegenüber Inbound Marketing immer wieder. Sie stammen oft von Hardline-Verkäufern mit dem Motto, dieser Ansatz sei nur eine Ausrede. Oder ein Vorwand, um nicht Herumtelefonieren zu müssen und Kunden um einen Termin oder Auftrag zu bitten, um nicht mit den Neins umgehen zu müssen, die in vielen Fällen zwangsläufig folgen.

Funktioniert Inbound Marketing überhaupt?

Manche behaupten auch, dass die per Inbound Marketing erzeugten Leads ganz interessant seien, dass aber das Wissen über diese Leads kaum brauchbar sei. In Deutschland ist es verboten, Kaltanrufe zu machen. Guten Tag, ich habe gesehen, dass Sie auf unserer Website die Preisliste angesehen haben. Wollen wir uns darüber unterhalten? – so etwas geht nicht.

Funktioniert Inbound Marketing also nur für HubSpot und andere Anbieter von besonderer Software?

Nein. In erster Linie definiert sich Inbound Marketing über Qualität – das Argument seiner Gegner, es sei kinderleichtes Verkaufen, kann man also getrost vergessen. Diese Qualität fängt bei der Bereitstellung von exzellentem Content an und geht über die Auswahl von qualifiziertem Personal bis hin zur technischen Umsetzung.

Permanentes Lernen

Um also erfolgreich Inbound Marketing zu betreiben, steht permanentes Lernen im Fokus. Folgende Punkte haben sich dabei als wichtig herausgestellt:

  • Definition und Weiterentwicklung von Buyer Personas
  • Arbeit mit Keywords und Generierung von organischem Traffic aus Suchmaschinen-Anfragen
  • Erstellung von gut funktionierenden und zeitgemäßen Websites mithilfe eines innovativen Content Management Systems
  • Erstellung einer Social Media Policy und intensive Kommunikation mit Fans, Followern und Kontakten – darüber baut sich Traffic für die eigene Website und die der eigenen Kunden auf
  • Aufsetzen eines funktionierenden E-Mail-Marketing
  • Beobachten der wichtigsten KPIs – damit man aus Ihnen Konsequenzen für das eigene Handeln ableiten kann

Die Mischung macht’s

Wenn wir auf den zu Beginn angeschnittenen Punkt bezüglich der Leads zurückkommen, ist es natürlich naiv zu glauben, dass Inbound Marketing als allein gefahrene Strategie funktioniert. Damit Inbound Marketing funktioniert, braucht es auch Outbound Marketing. Der Mensch im Verkauf, der einen persönlichen Kontakt mit den Kunden aufrecht erhält und mit ihnen zusammen an Lösungen arbeitet, ist weiterhin eminent wichtig.

Inbound Marketing kann allerdings für diesen Verkäufer eine lästige Aufgabe erledigen: Das Ausfiltern der Problemfälle, die er eh nicht lösen kann. Und das in effizienter und intelligenter Weise. Denn das Verkaufen hat sich insofern verändert, als dass der Verkäufer heute auf einen ständigen Strom von qualifizierten Leads zurückgreifen kann – welche er mithilfe von Inbound Marketing erhält. Dieses kommt den Gewohnheiten und Bedürfnissen von Kunden in der digitalisierten Verkaufswelt näher als konventionelle Methoden.
Inbound Marketing ist deshalb zwar kein Heilsbringer. Es kann sich aber als überragende Methode herausstellen, wenn eine Verkaufsform gefragt ist, die auch heutzutage zeitgemäß ist.

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Ein Beitrag von alphanaut

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