Brave new world

14. Juli 2015, 11:02 Uhr Geschrieben von Leave your thoughts

Mit Neuem ist das so eine Sache. Ihr Menschen mögt das normalerweise, dieses Versprechen, vielleicht sogar geknüpft an die Hoffnung oder Erwartung, den Alltag damit verschönern zu können. Ist dieses Neue ein Ding, riecht es manchmal verheißend nach Freude und ausgegebenem Geld. Ist es allerdings ein Umzug, wird das Ganze schnell stressig.

Ein Umzug

Auch Ecubed ist umgezogen. Das kam ganz unerwartet für mich. Ich verstehe ja echt wenig von dem, worüber so im Büro gesprochen wird, aber damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Es passierte an einem Samstag. Irgendwas Mysteriöses muss sich da abgespielt haben, denn seitdem hat unser Auto nie wieder die Richtung in diesen Ort eingeschlagen. Um ein wenig meine Sorge zu verdrängen, hab ich ganz sachlich darüber nachgedacht, was geschehen sein könnte.

  • Ich habe geschlafen und nur geträumt, dass ich je in Bönen gewesen bin. (Manchmal träume ich ganz schön wirr und umfangreich, müssen Sie wissen. Vielleicht habe ich meine vorherigen Kolumnen auch nur geträumt. Wenn dem so sein sollte, will ich Sie herzlich in Fritzis Welt begrüßen!)
  • Ein Feuer hat alles abgefackelt. Oder die Straße wurde überschwemmt oder es gab einen schockierenden Unfall. Man kann nie wissen.
  • Eine Gemeinschaft von böswilligen Katzen hat das Gebäude eingenommen und hindert nun alle Hundebesitzer, in ihre alten Räumlichkeiten zurückzukehren.

Ich hoffe ja inständig, dass es nicht die Katzen sind.

Gegen das Vergessen

Jedenfalls wurde ich eines morgens nach Unna verfrachtet. Nicht dass ich etwas gegen Unna hätte, aber das kam dann doch etwas unerwartet. Und da ich niemanden fragen konnte, was das Ganze auf sich hatte, war ich etwas verwirrt. Ehrlich gesagt bin ich immer noch verwirrt. Ich frage mich jeden Tag, wann Arturo endlich malwieder vor unserer Tür herumlatscht. Bis mir einfällt, dass er in Bönen zurückgeblieben sein muss, genau wie die anderen Leute, die alle dort gearbeitet haben. Ich bete, dass sie nicht den Katzen zum Opfer gefallen sind.

Aber es ist eigentlich ganz schön hier: Vorm Fenster die schönste Ruhrpottrand-Natur, hinterm Fenster Gemütlichkeit (ich durfte mein Körbchen mitnehmen) und Holzbalken-Romantik. Und das größte Plus: Ich muss keine Treppen mehr laufen. Und meine Beinchen so: Yeah! (Um es mal in Jugendsprache auszudrücken. Das mache ich nie wieder, das ist irgendwie nicht so mein Stil.)

In Erinnerung an mein altes Zuhause werde ich mich jetzt mal wieder aufs Ohr hauen. Man soll ja immer auch das ehren, was gewesen ist. In diesem Sinne,
Ihre Fritzi

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Ein Beitrag von alphanaut

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